So funktioniert eine Solarwärmeanlage

Solarwärmeanlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung

(1) Das Herz der Solarwärmeanlage ist der Kollektor. In ihm befindet sich der Absorber, der die Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt und an die Wärmeträgerflüssigkeit abgibt.

(2) Die Solarleitung, die aus einem Kupfer- oder Aluminiumrohr besteht, verbindet den Kollektor mit dem Solarspeicher. Scheint die Sonne, setzt die Regelung die Pumpe und damit den Kreislauf in Bewegung. Die Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die Wärme in den Solarspeicher. Sie ist frostsicher, damit der Kollektor den Winter heil übersteht.

(3) Kombispeicher machen es möglich, mit Solarenergie zu heizen. Beim abgebildeten System ist in dem mit Heizwasser gefüllten Speicher ein kleinerer Trinkwasserspeicher eingebaut (Tankin-Tank-Prinzip). Die Solarenergie erwärmt das Heizwasser, das wiederum die Wärme an das Trinkwasser abgibt. Das solar erwärmte Wasser wird bei Bedarf im Haus durch den Heizkreis gepumpt und versorgt die Räume mit Wärme. Es gibt auch andere Bauarten für Kombispeicher. Eine Frischwasserstation erwärmt nur das Trinkwasser, das tatsächlich unmittelbar verbraucht wird. Hier liegt der Wärmetauscher außerhalb des Speichers.

Weitere Informationen über Technik und Förderung einer Solarthermieanlage finden Sie hier...

Wie hoch ist der Ertrag einer Solarwärmeanlage?

Der höchste Solarertrag ergibt sich bei exakter Südausrichtung. Eine Ausrichtung von Südwest/Südost reduziert den Ertrag um ca. 5 Prozent. Für eine möglichst hohe Sonnenausbeute ist die Installation einer Kombianlage sinnvoll. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 m² und guter Dämmung des Hauses können so bis zu 30%  bzw. mit großen Warmwasserspeichern und Kollektorflächen sogar 50% des Gesamtwärmebedarfs gedeckt werden. Mittels innovativer Neubaukonzepte ist sogar eine vollständige solare Deckung möglich.

 

Flachkollektor
      Vakuumröhrenkollektor

Kupfer als Absorbermaterial

Kupfer wird vielfach als Absorbermaterial eingesetzt, da es eine hervorragende Wärmeleitfähigkeit aufweist und sehr beständig ist. Es ist relativ weich und dehnbar und gleichzeitig sehr widerstandsfähig. Rund 40 % aller Kupferanwendungen findet man im Bausektor, neben dem Solarbereich auch im Elektro- und Sanitärbereich.

 

So funktionieren Solar- Luftkollektoren

Die Luftkollektortechnik ist so einfach wie multifunktional. Ein Ventilator saugt gefilterte Außenluft in den Solarluft-Kollektor. Dort erwärmt sich die Luft.
Über ein Rohrsystem verteilt sich die Wärme dann im Gebäude. Gleichzeitig wird den Räumen Feuchtigkeit entzogen, und es wird gelüftet. Mit solaren Luftsystemen kann bis zu
50 % Energie eingespart und der Raumkomfort erhöht werden.

Mehr Informationen rund um die Förderung finden Sie unter: www.bafa.de

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Wussten Sie schon?

In Deutschland gibt es 800 Millionen Quadratmeter solargeeignete Dachfläche.

Mit 15 m2 Kollektorfläche lassen sich in einem wärmegedämmten Einfamilienhaus
bereits 30% des Wärmebedarfs für Heizung und Warmwasser solar decken.

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