Wie funktioniert eine Solarwärmeanlage?

Solarwärmeanlage zur Trinkwassererwärmung und Heizungsunterstützung
Flachkollektor
Röhrenkollektor

Eine Solarwärmeanlage besteht aus mehreren Komponenten, die sich auf dem Dach und im Haus verteilen und gut aufeinandern abgestimmt sein müssen.

  1. Der Kollektor ist das Herzstück der Anlage. In ihm befindet sich der Absorber, der die Sonnenstrahlen in Wärme umwandelt und an die Wärmeträgerflüssigkeit abgibt. Durch eine spezielle Beschichtung kann der Absorber besonders viel Sonnenenergie einfangen.
  2. Die Solarleitung, die aus einem Kupfer- oder Aluminiumrohr besteht, verbindet den Kollektor mit dem Solarspeicher. Scheint die Sonne, setzt eine Regelung die Pumpe und damit den Kreislauf in Bewegung. Die (frostsichere) Wärmeträgerflüssigkeit transportiert die Wärme in den Solarspeicher.
  3. Kombispeicher machen es möglich, mit Solarenergie zu heizen. Beim abgebildeten System ist in dem mit Heizwasser gefüllten Speicher ein kleinerer Trinkwasserspeicher eingebaut (Tank-in-Tank-Prinzip). Die Solarenergie erwärmt das Heizwasser, das wiederum die Wärme an das Trinkwasser abgibt. Der Speicher wirkt wie eine Art Wärmebatterie, die an sonnenreichen Tagen Energie bevorratet. Das solar erwärmte Wasser wird bei Bedarf im Haus durch den Heizkreis gepumpt und versorgt die Räume mit Wärme. Es gibt auch andere Bauarten für Kombispeicher. Eine Frischwasserstation erwärmt nur das Trinkwasser, das tatsächlich unmittelbar verbraucht wird. Hier liegt der Wärmetauscher außerhalb des Speichers.

Wie hoch ist der Ertrag einer Solarwärmeanlage?

Solarfamilie Schulze aus Hessen

Die Ausrichtung des Gebäudes bzw. der installierten Anlage spielt für den Ertrag eine große Rolle. Der höchste Solarertrag ergibt sich bei exakter Südausrichtung. Für eine möglichst hohe Sonnenausbeute ist die Installation einer Kombianlage sinnvoll. Bei einer üblichen Kollektorfläche von 10 bis 15 m² und guter Dämmung des Hauses können bis 30%  Ihres Wärmebedarfs gedeckt werden. Mithilfe großer Warmwasserspeicher und größerer Kollektorflächen kann eine Deckung von 50% erreicht werden. Innovativer Neubaukonzepte ermöglichen sogar heute schon  vollständige Deckung des Wärmebedarfs mit Solarenergie.

Weitere technische Informationen finden Sie auch in der Zeitung für Solarenergie (ab März 2012 im Solar-Shop kostenlos bestellbar) oder auf www.solartechnikberater.de.


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