30. August
10./11. November 3. Internationaler Kongress in Erfurt: Technologie – Design – Umwelt
Anspruchsvolles Design versus Solartechnologie? Kühne Architekturkonzepte contra ökologisches Denken? Die Zeiten der Unvereinbarkeit von ästhetischem Anspruch und nachhaltigem Bauen sind vorbei! Bester Beleg dafür ist der 3. Kongress „Bauhaus.SOLAR“, der vom 10. bis 11. November 2010 in Erfurt stattfindet. Praxisnah und interdisziplinär widmen sich internationale Experten den Herausforderungen, die Klimawandel und Umbau der Energiewirtschaft an Architektur und Stadtplanung stellen.
Unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsidentin Christine Lieberknecht erwartet Sie ein interessantes Programm mit hochkarätigen Vorträgen international renommierter Referenten aus Architektur, Industrie und Immobilienwirtschaft.
Darüber hinaus wird in diesem Jahr erstmals der mit 15.000 Euro dotierte Nachwuchspreis „Bauhaus.SOLAR Award“ vergeben.
Alle Informationen zum 3. Internationalen Kongress Bauhaus.SOLAR und zur Anmeldung finden Sie im Internet unter www.bauhaus-solar.de.
Das aktuell erschienene Programm können Sie sich hier herunterladen:
30. August
Ideen oft wichtiger als Investitionen
Wie lässt sich Energie möglichst effizient nutzen? Antworten auf diese Frage liefert der EnergieKongress Ruhr: Am 2. und 3. November 2010 wird das Haus der Technik in Essen erneut zur Info- und Kontaktbörse für Unternehmer, Führungs- und Fachkräfte aus der Wirtschaft, Entscheider aus Kommunen sowie Facility Manager, Energieberater und Um-weltbeauftragte. Unter dem Motto „Energie intelligent nutzen“ stellt die Tagung anhand konkreter Beispiele vor, wie Unternehmen und Betriebe schon heute innovative Energie-sparmaßnahmen einsetzen, dadurch ihre Kassen und nicht zuletzt die Umwelt schonen können. Nachahmung ist nicht nur erlaubt, sondern empfohlen.
Für weitere Informationen wenden Sie sich an:
energiekongress-ruhr@messe-sauber.de
20. Juli
Solarwärme wird ab sofort wieder gefördert
Bei Solarwärmeanlagen gibt es einschneidende Veränderungen bei der Förderung. Aufgrund einer Haushaltssperre war das Marktanreizprogramm (MAP) zur Förderung von Öko-Heizungen im Mai gestoppt worden. Nun ist nach der Aufhebung dieser Sperre auch der Förderhahn wieder aufgedreht worden. Allerdings gelten deutlich geänderten Konditionen. Zukünftig sind Solarwärmeanlagen im Neubau nicht mehr förderfähig. Somit wird das MAP künftig ausschließlich auf den Gebäudebestand fokussiert. Aber auch hier gibt es Änderungen. So entfällt ab sofort die Förderung von Solarwärmeanlagen zur Warmwasserbereitung ebenso wie die für luftgeführte Pelletkessel, Scheitholzvergaserkessel und ineffiziente Wärmepumpen.
Wer sich zukünftig für eine Kombisolaranlage (Warmwasser und Heizung) entscheidet, erhält beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) eine Zuschuss von 90 Euro pro qm installierter Kollektorfläche. Auch ein zusätzlicher Heizungstausch wird besonders belohnt. So werden weitere 400 Euro als Förderung gezahlt, wenn auch der alte Heizkessel durch einen neuen Brennwertkessel (Gas, Öl) ersetzt wird. Dieser Bonus steigt sogar auf 500 Euro an, wenn stattdessen ein Pelletskessel oder eine Wärmepumpe eingebaut werden.
Die neue Richtlinie zum Herunterladen
Die neuen Antrangsformulare der BAFA finden Sie hier!
Weitere interaktive Informationen zur Solarförderung erhalten Sie unter www.solarfoerderung.de
8. Juli
Wirtschaft reagiert erleichtert auf Aufhebung einer wochenlangen Haushaltssperre
Berlin, 8.Juli 2010 - Der Bundesverband Solarwirtschaft e.V. (BSW-Solar) begrüßt, dass ab sofort wieder Fördermittel für den Einbau von Solarheizungen zur Verfügung stehen. Der Haushaltsausschuss im Bundestag hatte am gestrigen Nachmittag eine im April dieses Jahres verhängte Sperre von Fördermitteln in Höhe von 115 Millionen Euro aufgehoben. Diese hatte dazu geführt, dass der Fördertopf für Solarwärmeanlagen bereits Anfang Mai dieses Jahres erschöpft und die Nachfrage für Solarheizungen eingebrochen war. Erst in den letzten Tagen hatte das Finanzministerium auf Druck der Öffentlichkeit und aller Fraktionen im Bundestag seinen Widerstand aufgegeben und den Weg für die Wiederaufnahme der Förderung frei gemacht. Ab 12.7.2010 können beim zuständigen Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) wieder Anträge gestellt werden.
„Die Aufhebung der Fördersperre kam in letzter Minute. Ein weiteres Ausbleiben der Fördergelder hätte viele Unternehmen in die Insolvenz getrieben“, so BSW-Geschäftsführer Carsten Körnig. Er kritisiert, dass in den letzten Monaten große Kollateralschäden in der Solarthermie-Branche in Kauf genommen wurden. Nun könnten Branche und Verbraucher endlich aufatmen. Die Heizungsmodernisierung mit Hilfe von Solarheizungen werde ab sofort vom Bundesamt für Wirtschaft wieder finanziell gefördert. „Diese Möglichkeit sollte jetzt von allen Gebäudeeigentümern genutzt werden, die noch nicht die Kraft der Sonne für die Heizungsunterstützung nutzen“, so Körnig. Nach Angaben des BSW-Solar nutzen bereits rund 3 Millionen Bundesbürger Solarwärme für die Erwärmung ihres Eigenheimes oder von Brauchwasser.
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7. Juli
Bund und Länder haben sich im Vermittlungsausschuss auf kleinere Änderungen bei der künftigen Vergütung für Solarstrom geeinigt.
Die Förderung soll nun in zwei Schritten abgesenktwerden. Die Vergütung für Aufdachanlagen soll rückwirkend zum 1. Juli um 13 Prozent sinken, die für Freiflächenanlagen um zwölf Prozent und die für Anlagen auf Konversionsflächen um acht Prozent. Ab dem 1. Oktober soll die Vergütung für alle drei Anlagenklassen nochmals um drei weitere Prozent sinken. Der Kompromiss weicht damit nur unwesentlich von dem im Bundesrat zunächst zurückgewiesenen Gesetzesvorhaben ab. Die Entscheidung könnte schon in dieser Woche vom Bundestag und Bundesrat bestätigt werden.
„Das Vermittlungsergebnis ist lediglich ein kosmetischer Eingriff und enthält keine substanziellen Nachbesserungen“, sagte Carsten Körnig, Geschäftsführer des Bundesverbands Solarwirtschaft. „Deutschlands Solarindustrie steht nun vor der großen Herausforderung, die Kosten für die Produktion von Zellen, Modulen und anderen Solarkomponenten noch schneller zu senken als in der Vergangenheit und gleichzeitig die Wirkungsgrade und Qualität der Produkte weiter zu steigern.“ Der BSW-Solar hatte die Politik aufgefordert, die Summe der bis zum 1.1.2012 geplanten Fördereinschnitte von bis zu 42 Prozent zu reduzieren und an der tatsächlichen Kostenentwicklung der deutschen Solarwirtschaft zu orientieren, um den weiteren Ausbau der Solarindustrie am Standort Deutschland nicht zu gefährden. Der Bundesverband Solarwirtschaft bedauert, dass mit dem aktuellen Kürzungsbeschluss die Förderung von Solarstromanlagen auf landwirtschaftlichen Flächen zukünftig ganz ausgeschlossen werden soll. Er kritisiert darüber hinaus, dass der Eigenverbrauch von Solarstrom nicht stärker angereizt wird. Beide Maßnahmen hätten zur schnelleren Kostensenkung von Solarstrom beitragen können.
Hier gelangen Sie zu den aktuellen Daten der Solarstromförderung
Durch die Sperrung von 115 Millionen Fördermitteln für Ökoheizungen entgehen dem Fiskus selbst bei konservativen Annahmen in diesem Jahr rund 150 Millionen an Steuereinnahmen.
Daneben fallen Sozialversicherungsbeiträge und Arbeitsmarktentlastungen in Millionenhöhe aus. Das geht aus einer aktuellen Studie des Instituts für Wirtschaftsforschung (ifo) im Auftrag der Agentur für Erneuerbare Energien hervor. Berechnet wurde, wie viele Einnahmen Bund, Länder und Kommunen durch die Sperrung des Marktanreizprogrammes entgehen. Ein Drittel der diesjährigen Fördersumme von insgesamt 400 Millionen Euro ist seit April 2010 vom Bundesfinanzministerium mit einer Haushaltssperre belegt. Die Folge: Investitionszuschüsse für Solarthermie, Holzheizungen und Wärmepumpen können nicht mehr ausgezahlt werden.
„Bleiben die Mittel blockiert, bringt sich der Fiskus um Steuereinnahmen und betätigt sich als Investitionsbremse. Denn viele Heizungsmodernisierungen werden auf die lange Bank geschoben“, kommentiert Jörg Mayer, Geschäftsführer der Agentur für Erneuerbare Energien die Ergebnisse des ifo-Gutachtens. „Die Freigabe der gesperrten Mittel käme einem kleinen Konjunkturprogramm mit großer Klimawirkung gleich,“ so Mayer weiter.
Laut Gutachten kann die gesperrte Fördersumme von 115 Millionen Euro private Investitionen in Höhe von 844 Millionen Euro auslösen. Auf allen Stufen der Wertschöpfungskette – bei Fertigung, Vertrieb und Installation der Heizungstechnik – entstehen Steuereinnahmen. Diese übersteigen auch bei konservativen Annahmen die Förderausgaben: Selbst wenn nur jede zweite Heizungsmodernisierung aufgrund des Förderstopps wegfiele, rechnet das ifo noch mit einem deutlichen Steuerplus: „Das Marktanreizprogramm ist offensichtlich ein Beispiel dafür, dass staatliche Förderung sich durchaus auch aus Sicht der Haushälter positiv auswirken kann, indem Mittel zurückfließen“, fasst Manfred Schöpe vom Institut für Wirtschaftsforschung zusammen.
Die Studie des ifo-Instituts sowie ein ausführliches Hintergrundpapier mit Grafiken finden Sie unter www.unendlich-viel-energie.de/de/waerme