„Wir haben uns mit eigenem Strom ein gutes Stück unabhängig gemacht“

Familie Paladji vor ihrem mit Solarstrom versorgten Neubau vor den Toren von Bremen Quelle: BSW-Solar

Familie Paladji aus Lilienthal bei Bremen speichert Solarstrom

Wenn abends im Haus der Familie Paladji das Licht angeht, stammt der Strom oft aus der eigenen Solaranlage. Das junge Paar hat 2012 mit seiner kleinen Tochter einen Neubau in Lilienthal bei Bremen bezogen und setzt auf Selbstversorgung mit Solarstrom.

Vater Imre, Mutter Daniela und Tochter Nora wohnen in einem Doppelhaus mit markantem Pultdach. Auf dem schwarzen Klinkerbau und auf einem überdachten Autostellplatz befinden sich Photovoltaikmodule mit einer stolzen Spitzenleistung von 13,5 Kilowatt. „Wenn, dann richtig, haben wir uns gesagt“, beschreibt der Familienvater die Motivation.

Ordentliche Stromernte im Norden

Das Pultdach ist optimal geneigt und nach Süden ausgerichtet. Somit lässt sich auch im Norden Deutschlands eine gute Stromernte realisieren. Paladji zieht für das erste Betriebsjahr Bilanz: „Wir haben rund 10.000 Kilowattstunden Strom erzeugt“. Der Ertrag ist damit etwas mehr als doppelt so hoch als der Verbrauch der Familie.

Da man die Energie nicht immer tagsüber nutzen kann, reifte der Entschluss, sich einen Solarstromspeicher zuzulegen. Im August 2013 wurden Blei-Gel-Batterien installiert. Sie haben eine Kapazität von 12 Kilowattstunden, von der technologisch bedingt etwa die Hälfte nutzbar ist. „Das bringt uns bestens über die Abendstunden hinweg“, hat Imre Paladji durchgerechnet.

Direktverbrauch und Speicherung

Der Hausherr erwartet, dass man das Sommerhalbjahr hindurch den häuslichen Strombedarf weitgehend über den Direktverbrauch und über den Speicher decken kann. Überschüsse werden ins Stromnetz eingespeist. Überwachen kann der Software-Entwickler die Anlage über ein Online-Portal, was er als interessante Zusatzfunktion bezeichnet: „Es ist spannend zu sehen, wie sich der häusliche Verbrauch übers Jahr verändert.“ In der Bilanz schätzt er, dass weit mehr als zwei Drittel des Strombedarfs über die Solaranlage zu decken ist – ein besonders hoher Wert, der seinen Grund hat.

Heizen mit Sonnenstrom

Denn auch beim Heizsystem spielt die große Solarstromanlage eine Rolle: Das Haus hat einen hohen Wärmeschutzstandard, eine Fußbodenheizung und wird mit einer Erdgas-Brennwerttherme sowie einer Luft-Wärmepumpe versorgt. Letztere wird an einigen Wintertagen zum Teil mit Solarstrom versorgt. Nun schwebt dem Pendler noch eine weitere Anschaffung vor: Bislang fährt er mit einem herkömmlichen Auto zur Arbeit nach Bremen. „Ein Elektroauto würde sich hier wunderbar machen“, überlegt er.

Investition als Altersvorsorge

Imre Paladji erwartet, dass sich seine Investition über die ersten zwei Jahrzehnte auszahlt. „Ich weiß, dies ist keine sonderliche Rendite, aber das ist auch nicht unser Motiv“, erklärt der Vater. Viel wichtiger sei ihm, den eigenen Strom zu haben und sich ein Stück weit unabhängig zu machen. Man entlaste auch das Stromnetz und leiste einen persönlichen Beitrag zur Energiewende.

Außerdem sei es ein Teil ihrer Altersvorsorge: Für die Zukunft geht Paladji davon aus, von weiteren Strompreissteigerungen weniger stark getroffen zu werden und durch den Speicher erhebliche Stromkosten zu sparen. Das käme dann auch ihrem Hobby dem "Live-Rollenspiel" zugute, bei dem die Familie auf ganz andere Art und Weise ihre "Akkus" füllen. Dabei ziehen sie in historischen Gewändern gegen feuerspeiende Drachen und dunkle Mächte zu Felde. "Das gibt auch viel Energie für den Alltag", lacht Herr Paladji.

Mehr zum Thema Speichern von Solarstrom finden Sie unter: www.die-sonne-speichern.de

 

 

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