Engagement für Klima und Umwelt lohnt sich

Abwrackprämie und bis zu 100 Prozent mehr Förderung beim Umstieg auf eine Öko-Heizung

Die Bundesregierung fördert den Ausbau Erneuerbarer Energien mit großzügigen Zuschüssen und günstigen Krediten.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Formen der Förderung: Attraktive Investitionskostenzuschüsse bietet das Marktanreizprogramm des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Kredite vergibt die KfW. In der Planungsphase sollte man sich vom Installateur beraten lassen, in welchem Umfang die geplante Anlage gefördert wird. In den meisten Fällen winken Zuschüsse in Höhe von einigen Hundert bis einigen Tausend Euro, die unbürokratisch abgerufen werden können. Allerdings sollte das Vorhaben nicht auf die lange Bank geschoben werden. Der Fördertopf ist auf jährlich 360 Millionen Euro limitiert und die Nachfrage nach den attraktiven Zuschüssen hoch.

Förderung konkret: diese Zuschüsse und Darlehen gibt es vom Staat

Wer eine Solarwärme- oder Holzpelletanlage installieren möchte, kann in vielen Fällen mit Geld vom Staat rechnen. Dabei ist zu unterscheiden, ob es sich um ein Bestandsgebäude oder um einen Neubau handelt.

Über die genauen Förderbedingungen sowie die attraktiven Kombinationsmöglichkeiten von Zuschüssen und Krediten informiert der örtliche Fachinstallateur.

FÖRDERUNG BEI BESTANDSGEBÄUDEN

Bei Bestandsbauten kann man das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien nutzen. Es bietet u. a. Zuschüsse in Form einer Basisförderung, die durch bestimmte Kombinationsboni ergänzt werden können. Anträge können beim Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) gestellt werden.

Die BAFA-Basisförderung für Solarkollektoren zur Heizungsunterstützung beträgt 140 Euro je Quadratmeter Kollektorfläche, mindestens jedoch 2.000 Euro. Die Erweiterung bereits bestehender Solarwärmeanlagen ist mit 50 Euro je Quadratmeter neuerdings ebenfalls förderfähig. Gefördert wird zudem die Errichtung von Solaranlagen auf Bestandsgebäuden, die ausschließlich der Warmwasserbereitung dienen. Die BAFA-Zuschüsse betragen hier 50 Euro je angefangenen Quadratmeter Solarkollektorfläche, mindestens aber 500 Euro.

Darüber hinaus kann beim Einbau einer Solarkollektoranlage in Verbindung mit Holzpelletfeuerungen oder anderen Heiztechniken ein Kombinationsbonus von 500 Euro genutzt werden. Als Basisförderung für Pelletfeuerungen werden im Gebäudebestand 80 Euro pro Kilowatt gezahlt. Pelletkessel ohne Pufferspeicher werden mit mindestens 3.000 Euro gefördert, Pelletkessel mit Pufferspeicher mit mindestens 3.500 Euro. Für Pelletkaminöfen mit Wassertasche gibt es mindestens 2.000 Euro. Zusätzlich werden Einzelmaßnahmen zur Optimierung der Heizungsanlage mit 10 Prozent der förderfähigen Investitionssumme (max. 50 Prozent der Basisforderung) bezuschusst. Gefördert werden z. B. Ausbau und Entsorgung der Altheizung, Einbau eines Pelletlagers und Schornsteinsanierung.

Weitere Informationen: www.bafa.de

Wer ein Gebäude energieeffizient saniert, kann unter bestimmten Voraussetzungen auch staatlich geförderte zinsgünstige Darlehen der KfW nutzen. Das Programm „Energieeffizient Sanieren“ (Kredit Nr. 151, 152) fördert zum Beispiel die Heizungsmodernisierung und die Nutzung Erneuerbarer Energien mit sehr niedrigen Zinssätzen und einem Tilgungszuschuss. Der „Energieeffizient Sanieren – Ergänzungskredit“ (Kredit Nr. 167) zielt darauf, die Heizungsanlage auf Erneuerbare Energien umzustellen. Die Besonderheit ist hier, dass er mit den BAFA-Zuschüssen aus dem Marktanreizprogramm kombiniert werden kann. Die Kreditanträge können bei der Hausbank gestellt werden.

Weitere Informationen unter: www.kfw.de

FÖRDERUNG BEI NEUBAUTEN

Bauherren, die eine neue Immobilie errichten, können ab einer Größe von drei Wohneinheiten und einer Solarkollektorfläche von 20 Quadratmetern eine „Innovationsförderung“ aus dem Marktanreizprogramm (MAP) in Anspruch nehmen. Die Innovationsförderung greift bei Neubauten mit bis zu 150 Euro pro Quadratmeter Kollektorfläche. Eine Anlage, die ausschließlich zur Warmwasserbereitung installiert wird, kann mit 75 Euro pro Quadratmeter Kollektorfäche gefördert werden. Bauherren haben im Rahmen der Innovationsförderung die Wahlmöglichkeit zwischen der bisherigen größenabhängigen (quadratmeterbezogenen) Förderung oder der neuen ertragsabhängigen Förderung.

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